Welchen Server brauche ich – und warum?
Die Middleware muss rund um die Uhr erreichbar sein. Schülerinnen, Lehrkräfte und Mitarbeitende können sie jederzeit nutzen; wenn der Server nicht läuft, bekommt das Frontend keine Antworten und die Nutzung kann nicht erfasst/abgerechnet werden.
Server-Anforderungen
Darum empfehlen wir, Admin Bud-E auf einer kleinen virtuellen Maschine (VPS) mit öffentlicher IP-Adresse und stabiler Internet-Anbindung zu betreiben. Der VPS hostet nur die Middleware-API und das Admin-Dashboard – die eigentliche KI-Rechenarbeit findet bei den Anbietern statt (z. B. Vertex AI, Mistral, Together). Entsprechend benötigen Sie keinen starken Server.
Was macht der Server?
Der Server hostet nur die Admin-Bud-E-Middleware (Dashboard + API + Proxy). Die eigentliche KI-Berechnung findet bei externen Providern statt.
Warum der Server in der EU stehen sollte
Für DSGVO-konforme Setups sollten Datenflüsse und Protokolle möglichst innerhalb der EU bleiben. Ein EU-Standort reduziert außerdem die Latenz zu EU-Modellendpunkten. Bei Google Vertex AI lassen sich zusätzlich EU-Regionen für Modelle und Verarbeitung wählen.
Wichtige Links
Wie groß sollte der Server sein?
Admin Bud-E ist ressourcenschonend. In den meisten Schulen/Organisationen reichen kleine Instanzen völlig aus. Bewährte Ausgangswerte:
- 2 vCPU, 4 GB RAM, 40 GB NVMe — geeignet für Schulen und kleinere Organisationen
- 4 vCPU, 8 GB RAM, 80 GB NVMe — wenn Sie viele gleichzeitige Zugriffe oder einige Tausend Nutzer erwarten
Skalierung
Späteres Hochskalieren ist möglich. Nutzen Sie eine aktuelle Ubuntu-LTS-Version (22.04/24.04), aktivieren Sie SSH-Schlüssel (keine Passwort-Logins), öffnen Sie nur Port 80/443 und verwenden Sie eine Firewall (Cloud-Firewall oder ufw).
Empfehlung (EU): Hetzner Cloud
Für kostengünstiges Hosting in Deutschland/EU empfehlen wir Hetzner Cloud: hetzner.com/cloud.
Eine CX22-Instanz (2 vCPU / 4 GB / 40 GB) liegt typischerweise bei ca. € 3,79/Monat, eine CX32 (4 vCPU / 8 GB / 80 GB) bei ca. € 6,80/Monat (Angaben ohne Gewähr – bitte Preisseite prüfen).
Konto anlegen, Ubuntu-VM starten: meist in wenigen Minuten erledigt.
Warum nicht direkt eine VM in der Google Cloud?
Geht grundsätzlich – für diesen Anwendungsfall sind allgemeine VMs in der Google Cloud Platform jedoch oft deutlich teurer als ein kleiner EU-VPS.
Wenn Ihre Organisation ohnehin GCP nutzt (zentrale Budgets, Compliance), funktioniert eine Ubuntu-VM auf Compute Engine ebenfalls problemlos. Wählen Sie eine EU-Zone.
Beachten Sie
Die Middleware ist netzwerkgebunden, nicht CPU/GPU-gebunden; große Maschinen lohnen sich hier selten.
EU-Alternativen
Vergleichen Sie monatliche Kosten, enthaltene IPv4-Adresse, Bandbreitenlimits und Rechenzentrums-Standorte. Ziel für Schulen: zuverlässiges EU-Hosting zu minimalen Kosten.
Betriebs-Checkliste
- ✅ 24/7-Erreichbarkeit und statische öffentliche IP
- ✅ Ubuntu-LTS, SSH-Schlüssel-Login, Firewall aktiv
- ✅ Ports
80/443offen; TLS-Zertifikat (z. B. Let's Encrypt) - ✅ Einfaches Monitoring (z. B. UptimeRobot), damit Ausfälle sofort auffallen